Samstag, 15. Mai 2010

Tag 5: Vordingborg - Nærum, 131 km

Details später, wenn ich in einem Internet-Café bin. Nur soviel: Regen, Regen, Regen!

Ich habe kein Internet in Kopenhagen gefunden, also weiter mit SMS-Tastatur. Das Zelt musste ich im Regen abbauen. In der ersten Regenpause zog ich mir die Regenhose aus, was ein Fehler war: Es fing nämlich gleich wieder an. Einen Platten konnte ich wegen der Nässe nicht flicken, ein Ersatzschlauch musste her. Zuerst folgte ich dem schönen Radweg 56, aber bald verlor ich den Weg und die Lust am Blick in die graue Landschaft und habe die Kilometer auf der Straße 151 heruntergeradelt. Am Zeltplatz war ich so durchnässt, dass mir die Frau an der Rezeption ohne Aufschlag eine Hütte gab!

Freitag, 14. Mai 2010

Tag 4: Insel Tåsinge - Vordingborg, 122 km

Die erste Nacht im Zelt war besser als erwartet: Ich habe ganz gut geschlafen und gar nicht gefroren. Der Cache am Morgen war Formsache, denn er lag direkt am Zeltplatz und war sogar nach ihm benannt. Schon um 10:15 Uhr saß ich auf der Fähre von Langeland nach Lolland. Weite Felder in einer hügelfreien Landschaft machten das Radfahren zum Vergnügen. Auf Falster ereilte mich dann wieder ein Plattfuß. Zum Schluss bewunderte ich die Brücke bei Vordingborg: 3,2 km lang! Ich übernachte auf dem Zeltplatz.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Tag 3: Flensburg - Insel Tåsinge, 123 km

Das ist mein erster Eintrag mit SMS-Tastatur. Entschuldigt also bitte die Kürze. Gestern Abend kamen Paul und Birgit extra aus Kiel, um mich zu verabschieden. Heute hat mich dann Klaus die ersten 42 km bis Sonderborg mit dem Fahrrad begleitet. Dabei hat er meinen ersten Platten, den ersten Grenzübertritt, den ersten Berg zum Schieben und eine fürchterliche Matschstrecke mitbekommen.
Wir wollten auch den ersten Cache in Dänemark finden, stellten aber dann fest, daß dieser doch 3 cm auf der deutschen Seite der der Grenze lag! Also musste später noch ein anderer her. Die Hügel waren sehr anstrengend (wir haben das Fahrrad mit Gepäck gewogen: 45 kg).

Auf Fünen ging es dann leichter. Eigentlich wollte ich in Svendborg in der Jugendherberge übernachten, aber die war ausgebucht. Also auf nach Tåsinge, um einen Zeltplatz zu finden. Da hat mir das Navi noch einen Streich gespielt: Ich habe die Brücke angeklickt und das Navi hat mich zum Fährterminal geschickt, um die Fähre zu nehmen!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Tag 2: Kiel - Flensburg, 82 km

Heute gab es vor allem Regen, Kälte und Gegenwind. Da war es schon ganz gut, dass die geplante Etappe nicht so lang war. Gleich am Anfang habe ich einen Cache auf der Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal gefunden. Kurz vor Eckernförde kam ich dann das erste Mal direkt an die Ostsee!
Weiter ging es über die Schleifähre bei Missunde und dann quer durch Angeln. Hier ist es sehr hügelig und das Gewicht meines Fahrrades (gefühlte 50 kg, gewogen habe ich es nicht) machten sich sehr bemerkbar.
Jetzt sitze ich am PC bei Klaus, wo ich auch übernachten werde. Und gleich geht es zum Go-Spielabend!

Dienstag, 11. Mai 2010

Tag 1: Reinbek - Kiel, 113 km

Zum Abschied haben Dörte und ich gestern Abend Tango zu finnischer Musik im Wohnzimmer getanzt. Es war ein wenig beengt, denn im Wohnzimmer sind schon die beiden Rückbänke aus dem Bus abgestellt.

Heute morgen ging es dann los:
Meine erste Verabredung war zum Cachen, die Tradentradies standen auf dem Programm. Bei km 40 habe ich mich mit meiner Tochter Jana getroffen und wir hatten viel Spaß bei dieser Serie. Einmal ist Jana auf einen Baum geklettert und war froh, heil wieder runter zu kommen.

Das Wetter war nicht besonders warm, aber es war trocken und es gab wenig Wind. So kann es von mir aus bleiben. Ich bin jedenfalls gut bis Kiel durchgekommen und habe beim Hineinfahren bemerkt, dass ja 5 von den 8 Partnerstädten auf meiner Route liegen!
Ich übernachte heute bei Birgit und wurde in Kiel von 2 weiteren Freunden (Paul und Ingo) empfangen. Morgen geht es dann nach Flensburg, zum Go-Spielabend dort.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Probezelten

Uhhhh! Da habe ich mir ja eine kalte Nacht ausgesucht, um mein Zelt zu testen. Aber eigentlich hat alles ganz gut geklappt beim Zelten im Garten. Das Alte-Männer-Problem (ich musste zweimal raus) war das größte (Nachfrage meiner Tochter Jana: Hast Du in den Garten gepinkelt? Natürlich nicht, auf unserem Gästeklo war es wärmer). Die Temperaturen um den Gefrierpunkt waren auch ohne lange Unterhose beherrschbar. Also: Alles wird gut!

Donnerstag, 29. April 2010

Statistiken vor der Fahrt

Morgen ist mein letzter Arbeitstag und meine Kollegen haben sich beschwert, dass hier noch gar nichts zur Anzahl der Kilometer und zur Zeitplanung steht. Eigentlich müssten sie ja als EDV-ler wissen, wie man sich eine KML-Datei herunterlädt und diese dann auswertet. Das war ihnen aber offensichtlich zu mühsam.

Nun gut, dann erzähle ich es eben hier:

Los geht es am 11. Mai nach Kiel und dann am 12. Mai nach Flensburg. Vom 13. -17. Mai will ich weiter bis nach Kopenhagen fahren und mir dort den ersten Pausentag gönnen.

Ca. am 19. Mai will ich die Fähre nach Schweden nehmen und habe dann die ersten 600 km hinter mir. Durch Schweden folge ich im Wesentlichen dem Fernradweg Sverigeleden, der in ca. 2200 km von Helsingborg nach Karesuando an der finnischen Grenze führt. Zwei Abweichungen sind eingeplant: Ein Abstecher über den Küstenradweg nach Stockholm und als Grenzübergang nach Finnland will ich Haparanda/Tornio nehmen. Insgesamt sind das ca. 2500 km durch Schweden und ich hoffe, so um den 12. Juni nach Finnland zu kommen. Anfang Juni wird mich Dörte mit dem Auto einholen und mir mit dem Begleitfahrzeug etwas Gepäck abnehmen.

In Tornio beginnt unser Abstecher zum Nordkap: 850 km hin und 800 km zurück bis Rovaniemi. Dort wird am 5. Juli (der Flug ist schon gebucht) meine Schwester Antje dazustoßen und Dörte als Fahrerin des Begleitfahrzeuges ablösen. Der weitere Weg durch Finnland erfolgt dann entlang eines markierten Küstenradweges bis Vaasa und von dort ins Landesinnere nach Tampere. Das sind noch einmal so ca. 1000 km.

In Tampere besuche ich vom 23.Juli bis 8. August den europäischen Go-Kongress und kann mich in einem Hotel erholen. Freunde werden mir hoffentlich nach dorthin mein Visum für die Einreise nach Russland mitbringen. Das kann man nämlich erst 2 Monate vorher beantragen und zwar nur in Deutschland!

Dann geht es weiter über Helsinki bis zur russischen Grenze (ca. 450 km). Am 15.8. werde ich nach Russland hineinfahren und mir Pausentage in Vyborg und St. Petersburg gönnen. Der russische Teil der Strecke beträgt ungefähr 500 km, bis ich bei Narva die estnische Grenze erreiche.

In Estland wird Dörte mich dann ab dem 23.8. wieder mit dem Auto begleiten. Es sind ungefähr 1300 km in Estland, Lettland und Litauen, bis Dörte am 3.9. die Fähre in Klaipeda für die Rückfahrt nimmt.

Mir bleiben dann nach ca. 1150 km durch Kaliningrad, Polen und Mecklenburg-Vorpommern, bis ich wieder in Reinbek bin.

Und weil meine Kollegen wahrscheinlich auch nicht so gerne rechnen: Zusammen sind das ungefähr 9150 km.

Ich bin echt gespannt, wie gut der Plan so hinhaut. Es gibt also wahrscheinlich auch eine Statistik nachher ...

PS: Caches am Weg habe ich mir natürlich schon rausgesucht. Es gibt aber so einige Löcher, z. B. keinen einzigen Cache im Kaliningrader Gebiet. Wenn da bitte noch jemand einen legen würde ...